Fotografie in der Krise

Hierzulande kehrt nach dem (hoffentlichen) Höhepunkt der Coronakrise wieder Normalität ein. Zwar in winzig kleinen Schritten, aber doch spürbar. Während sich das eigene Leben großteils auf die eigenen vier Wände beschränkte und das Wohnzimmer für viele zum Mittelpunkt des täglichen Lebens entwickelte, war es leicht aus den Augen zu verlieren, dass auch anderswo ähnliche Situationen herrschen. Einblicke in andere Länder, Städte, Kulturen blieben einem – bis auf gelegentliche Nachrichtenbeiträge – verwehrt. Beinahe auf der ganzen Welt breitete sich Stillstand aus.

So auch in Rom. Die Hauptstadt des von COVID-19 besonders schwer betroffenen Italiens präsentierte sich für jene, die vor Ort waren, außergewöhnlich. Ruhig, nahezu menschenleer, die sonst so populären und von tausenden Menschen täglich besuchten Sehenswürdigkeiten verwaist. Der römische Fotograf Lorenzo Maccotta nützte die Zeit, diese beklemmende, fast schon gespenstische Atmosphäre eindrucksvoll mit seiner Kamera einzufangen. Einige der entstandenen Bilder sind in der bildfieber-Galerie „Corona“ zu entdecken.

Dass er die Gelegenheit dazu hatte, ist einem unerfreulichen Umstand zu verdanken: Aufträge brachen von einem auf den anderen Tag zur Gänze weg, die wirtschaftliche Situation stellt nach wie vor eine immense Bedrohung für die Existenz vieler Fotografen dar. Der Shutdown traf besonders Kunstschaffende und Kreative hart, davon blieben auch Lorenzo und viele seiner Kollegen nicht verschont.

Abgesehen von den verheerenden wirtschaftlichen Auswirkungen wird Italien sicher noch einige Zeit brauchen, um sich von dem Schrecken zu erholen, den das Coronavirus über das so wunderschöne Land brachte. Es bleibt nur zu wünschen, dass die noch über 103.000 Infizierten rasch genesen und die Trauer über die mittlerweile mehr als 20.000 Todesfälle im Land irgendwann verarbeitet werden kann.

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