Auf der Alm, da gibt’s …

… immer viel zu tun. Der Tag ist eingebettet in einen fixen Rhythmus – dem morgendlichen und abendlichen Melken – jeweils um 5 Uhr. Die Arbeiten sind meditativ und lassen viel Raum für Selbstreflexionen. UND es gibt genügend Freiräume, oder zumindest kurze Pausen. Während in der Stadt Hektik, Lärm, Gereiztheit vorherrschen, ist es auf der Alm sehr ruhig, es gibt kaum Ablenkung. Die ganze Aufmerksamkeit gilt den Tieren und der Natur. Es ist eine Zeit des Konsumverzichts, der jedoch nicht schwer fällt. Einige wenige Kontakte ergeben sich mit Freunden, die auf Besuch kommen. Das kulturelle Leben fehlt – sehr – … man muss ja auch wieder einmal in die Stadt zurückwollen!

„Die Alm ist für mich zur Notwendigkeit geworden – es ist eine Sucht, aber eine sehr schöne und gesunde“, so der in Wien lebende Meisterfotograf Hannes Buchinger. Mit Leidenschaft verbringt der sonst so Architektur-affine Künstler bereits seinen 10. Almsommer in Kärnten, wo er die rund 100 Tiere, die ihm anvertraut sind, liebevoll hütet und versorgt. Dieser krasse Gegensatz zu seinem Leben in der Großstadt fasziniert ihn jedes Jahr aufs Neue. Seine Zeit als Hüter bescherte uns bereits zahlreiche einzigartige Bilder, die bereits in mehreren Ausstellungen die Besucher begeistert haben und dank bildfieber.com nun auch online zu erwerben sind.

Bei seinem neuesten Projekt dreht sich allerdings alles ums Bewegtbild. Ein Dokumentarfilm zeigt in stimmungsvollen Bildern die Arbeits- und Lebensweise auf einer Alm. Buchinger – und das alleine macht den Film wohl einzigartig – fungiert hier als Drehbuchautor, Regisseur und gemeinsam mit seinen Tieren auch als Protagonist. So hat er über mehrere Jahre hindurch Alm-Alltagsszenen gefilmt. Die Kamera wurde dabei auf einem Stativ montiert, unzählige Kameraeinstellungen und die Schnittführung sorgen für eine abwechslungsreiche und kurzweilige Dokumentation. Der Film zeigt die täglichen Arbeitsabläufe – vom Saisonstart bis hin zum, wie Buchinger selbst sagt, „emotionalen Ausnahmezustand, wenn die Tiere am Ende der Saison ins Tal geführt werden“. Der Film vermittelt das Leben eines Halters in einer sehr ruhigen und unaufgeregten Bildsprache.

Durch ein Crowdfunding-Projekt auf der Plattform www.startnext.com/almfilm konnte Hannes Buchinger nun ausreichend Mittel lukrieren um den Film zu schneiden und zu vertonen. Dieser Trailer gibt einen kurzen Vorgeschmack auf den AlmFilm, der schon bald in voller Länge zu sehen sein wird:

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